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Wasserrahmenrichtlinie

Die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme für die 2. Umsetzungsphase der WRRL von 2015- 2021 sind von den jeweiligen Landesregierungen für die zugehörigen Teile der Flussgebiete behördenverbindlich eingeführt worden. Darin sollen die konkreten Ziele für die Wasserbewirtschaftung in den Flussgebieten bis Ende des Jahres 2021 enthalten sein.

Aktuell im 1. Halbjahr 2020 läuft bereits die Öffentlichkeitbeteiligung in der 3. Phase zu den "Wichtigen Fragen der Gewässerbewirtschaftung 2022 - 2027". Jeder Leser sollte sich fragen ob er daon weißund damit die Voraussetzung gegeben istt, die Beteiligung so zu fördern, dass sie aktiv werden kann.

Im Jahre 2009 konnte der "Dreiflußstein" als Denkstein für die dauerhafte Aufgabe, die aktive Beteiligung zu fördern, um eine breite Akzeptanz für den möglichst guten Zustand unserer Gewässer zu erreichen, seiner Zweckbestimmung übergeben werden. Allein den Bekanntheitsgrad des Steines, erst recht aber den seiner Symbolik zu steigern ist ein Generationenauftrag.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein Programm "Lebendige Gewässer" erstellt, nach dem in regionaler Zusammenarbeit die Maßnahmenplanung konkretisiert werden soll. Dazu sind Kooperationen gebildet worden, in denen eine frühzeitge Mitwirkung von Interessengruppen (Naturschutz, Fischrei etc.) vorgesehen ist.

Die Bewirtschaftungspläne sind zusammen mit den Maßnahmenprogrammen auf der Seite www.flussgebiete.nrw.de einsehbar. Zusätzlich bieten Planungseinheiten-Steckbriefe Informationen zum Zustand der einzelnen Gewässer. Diese Pläne und Programme einschließlich der Planungseinheitensteckbriefe sind behördenverbindlich.

Die erforderlichen Maßnahmen zur Zielerreichung sollen mit Hilfe der "Strahlwirkung" auf ein Mindestmaß reduziert werden, um signifikant nachteilige Auswirkungen auf die Nutzungen in unserer Kulturlandschaft zu vermeiden.

Zur Vorbereitung einer konkreten Umsetzung sind in kreisweiten Kooperationen Umsetzungsfahrpläne erarbeitet worden. Die Umsetzungsfahrpläne sind eine Besonderheit in Nordrhein-Westfalen. In den kommunalen Gremien sind diese Pläne, die über den Zeitraum des ersten Bewirtschaftungsplans hinausreichen, als verbindliche Handlungskonzepte beschlossen worden. Diese Pläne werden aktuell durch Maßnahmenübersichten nach § 74 LWG ersetzt. Leider findet hierzu im Gegensatz zu den Umsetzungsfahrplänen keine Öffentlichkeitsbeteiligung statt.

 

Märzenbächerblüte am Muschelkalkbach (Werre zwischen Bad Meinberg und Detmold)
© 2008, Karlheinz Meier, Detmold. //   Letztes Update :