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Wasserrahmenrichtlinie

Die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme sind von den jeweiligen Landesregierungen für die zugehörigen Teile der Flussgebiete seit Angang des Jahres 2010 behördenverbindlich eingeführt worden. Darin sollen die konkreten Ziele für die Wasserbewirtschaftung in den Flussgebieten bis Ende des Jahres 2015 enthalten sein.
In der 2. Jahreshälfte 2014 sind bereits die Entwürfe des nachfolgenden Maßnahmenprogramms 2015-2021 für diesen zweiten Bewirtschaftungszyklus an "Runden Tischen" abgestimmt worden.

Die Öffentlichkeitbeteiligung erfolgte in den von der Richtlinie vorgegebenen drei halbjährigen Phasen. Leider kann nicht bestätigt werden, dass es gelungen ist, die Beteiligung so zu fördern, dass sie aktiv werden kann. Die Resonanz auf das Mitwirkungsangebot war gering. Für die Region Ostwestfalen-Lippe mit seinen Anteilen an gleich drei europäischen Flussgebieten wäre das bürgerliche Engagement eine große Chance gewesen.

Im Jahre 2009 konnte der "Dreiflußstein" als Denkstein für die dauerhafte Aufgabe, die aktive Beteiligung zu fördern, um eine breite Akzeptanz für den möglichst guten Zustand unserer Gewässer zu erreichen, seiner Zweckbestimmung übergeben werden. Allein den Bekanntheitsgrad des Steines, erst recht aber den seiner Symbolik zu steigern ist ein Generationenauftrag.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein Programm "Lebendige Gewässer" erstellt, nach dem in regionaler Zusammenarbeit die Maßnahmenplanung konkretisiert werden soll. Dazu sind Kooperationen gebildet worden, in denen eine frühzeitge Mitwirkung von Interessengruppen (Naturschutz, Fischrei etc.) vorgesehen ist.

Die aktuellen Bewirtschaftungspläne sind zusammen mit den Maßnahmenprogrammen auf der Seite www.flussgebiete.nrw.de einsehbar. Der für den Umweltschutz zuständigen Ausschuss im Landtag hat dazu nach § 2d LWG am 24.02.2010 sein Einvernehmen erteilt. Damit sind diese Pläne und Programme einschließlich der Planungseinheitensteckbriefe behördenverbindlich. Dieser Prozess wird sich Anfang 2016 wiederholen.

Die Wasserkörpertabellen unter dem Themenbereich "Gewässerstrukturen" enthalten in einer knappen Übersicht die wesentlichen Inhalte der Steckbriefe.

Die erforderlichen Maßnahmen zur Zielerreichung sollen mit Hilfe der "Strahlwirkung" auf ein Mindestmaß reduziert werden, um signifikant nachteilige Auswirkungen auf die Nutzungen in unserer Kulturlandschaft zu vermeiden.

Zur Vorbereitung einer konkreten Umsetzung sind in kreisweiten Kooperationen Umsetzungsfahrpläne erarbeitet worden. Die Umsetzungsfahrpläne sind eine Besonderheit in Nordrhein-Westfalen. In den kommunalen Gremien sind diese Pläne, die über den Zeitraum des ersten Bewirtschaftungsplans hinausreichen, als verbindliche Handlungskonzepte beschlossen worden.

Das Diskussionsforum war ein Angebot, dass noch nicht angekommen ist. WRRL-in-OWL wird aber weiter nach Wegen suchen, das Internet für den dringend erforderlichen Informationsaustausch zu nutzen.

Märzenbächerblüte am Muschelkalkbach (Werre zwischen Bad Meinberg und Detmold)
© 2008, Karlheinz Meier, Detmold. //   Letztes Update :